Themenfeld

Übergänge zwischen Kunst und Leben

Das dritte Themenfeld befasst sich mit den Oppositionen von Kunst und Leben, Individuum und Kollektiv, Endlichkeit und Unendlichkeit und Versuchen, diese Oppositionen zu überwinden.

Kunst und Lebenspraxis – Lebenskunst: Wie ist die Zone, der Übergang zwischen Kunst und Leben zu denken? Neuere Versionen der sehr alten Lehren von der Lebenskunst (ars vitae/ars bene vivendi und moriendi) betonen das Kunstanaloge in der bewussten Gestaltung von Lebensbezügen, wobei ‚Lebenskunst‘ ethische und politische Dimensionen integriert. – Entfiktionalisierung und Authentizität: An der Kunst/Leben-Grenze operieren seit jeher die künstlerischen Realismusprojekte mit dem Vorsatz der mimesis oder der „Nachahmung der Natur“. Anders als früher treten heute Aspekte von Performanz, Körperlichkeit und Dinglichkeit in den Vordergrund; „Realismus“ könnte überhaupt als Form von Praxis beschrieben werden. – Ästhetische Praxeologie schließlich fragt nach einem Begriff von Kunst als Praxis, deren Grenzen zur Lebenswelt hin offen sind und in der die institutionalisierten Künste als Grenzfälle umfassender ästhetischer Praktiken begriffen werden. Lässt sich hier an vormoderne Verständnisse von Kunst (wie die artes) anschließen, um neue pädagogische und alltagsästhetische Formen zu entwickeln? Lassen sich hier auch neue Konzepte für Wissenschaft und Wissenschaftsdidaktik entwickeln? Lassen sich Wissenschaft und Kunst damit in ein neues Verhältnis setzen?

 

Bildnachweis: Iris Fraueneder, Fotostudie „Über Natur und Zivilisation“, Internationale Sommerakademie Salzburg, 2010.

Kunst und Gebrechen

Tagung, Vortrag

9:30

Was haben Homer, Francisco de Goya und Maria Theresia von Paradis gemeinsam?

Sie sind ein Dichter, ein Maler und eine Musikerin, deren Werke kaum losgelöst vom Gebrechen des/der Künstler*in rezipiert wird. Vorstellungen, die sich um die Gebrechen von Kunstschaffenden gruppieren, stehen im Fokus dieser Tagung.

Donnerstag 05 Nov 2020
Samstag 07 Nov 2020

Die Collage als Schnittstelle disparater Ebenen Teil II

Ausstellung

18:30

ERÖFFNUNG
enter: Raum für Kunst im KunstQuartier

AUSSTELLUNGSDAUER
20. November 2019 – 31. Jänner 2020

 

Mittwoch 20 Nov 2019

Die Collage als Schnittstelle disparater Ebenen Teil 2

Workshop

9:00

„Collage-Technik ist die systematische Ausbeutung des zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf einer augenscheinlich dafür ungeeigneten Ebene – und der Funke Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt.“ (Max Ernst)

Freitag 08 Nov 2019
Samstag 09 Nov 2019

Handkes Preis. Literatur und Leben

Diskussion

20:15

Am Podium: Christoph Bartmann, Germanist, Literaturkritiker und Autor, Warschau / Mascha Dabić, Autorin und Übersetzerin, Wien / Evelyne Polt-Heinzl, Germanistin, Literaturkritikerin und Kuratorin, Wien

Moderation: Karin Buttenhauser, ORF Salzburg

Donnerstag 24 Okt 2019