Lesung und Gespräch

Teresa Präauer: "Kochen im falschen Jahrhundert“

Der Roman eines Abends und einer Einladung zum Essen. Voll mit Rezepten für ein gelungenes Leben und einen misslingenden Abend, der immer wieder neu ansetzt, schlau, witzig, heiter, gleichzeitig begleitet von den unterschwelligen oder ganz offen artikulierten Aggressionen der Beteiligten.

In ihrem Roman erstellt Teresa Präauer eine Art Versuchsanordnung in Küche und Esszimmer. Szenen des Miteinanderessens, Kochens und Wohnens funktionieren als makroskopische Analysen ihrer Figuren, die so zu Träger*innen habitueller Klischees werden und als Vertreter*innen bestimmter Milieus auftreten.

Teresa Präauer, geb. 1979, studierte Germanistik und bildende Kunst in Salzburg. Im Wallstein Verlag erschienen die Romane „Für den Herrscher aus Übersee“, „Johnny und Jean“ und „Oh Schimmi“ sowie der Großessay „Tier werden“, das Geschichtenbuch „Das Glück ist eine Bohne“ und der Erzählband „Mädchen“, dessen theoretischen Unterbau Präauers Zürcher Poetikvorlesungen (2021) bilden. Sie wurde unter anderem mit dem aspekte-Literaturpreis (2012), dem Erich-Fried-Preis (2017) und dem Ben-Witter-Preis (2022) ausgezeichnet. Teresa Präauer lebt in Wien.

 

Moderation: Magdalena Stieb, Kooperation mit Literaturforum Leselampe

Bildnachweis: Martin Stöbich

Impressionen "Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert“, 18.04.2023

Fotos: Barbara Stasta / Leselampe