Klassenübergänge

Figurationen, Figuren und Narrative

Die Tagung soll Beiträge aus Literaturwissenschaft und Soziologie zusammenbringen, um gemeinsam das im aktuellen medialen und akademischen Diskurs wieder sehr präsente Thema des Klassenwechsels – soziales Phänomen, (auto-)biographisches Motiv, Narrativ der ‘Politisierung des Selbst’, nicht nur, aber insbesondere bei Intellektuellen und KünstlerInnen – in seinen medialen und literarischen Realisierungen zu diskutieren. Die neue Aufmerksamkeit auf dieses Biographem, angestoßen u.a. durch Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“, verbindet sich mit dem erneuerten Interesse an sozialer Ungleichheit und Klassenkulturen, aber auch mit einem aktuellen Interesse an soziologischen und kulturwissenschaftlichen Methodenfragen. Insbesondere soll gefragt werden, wie literarische und soziologische Zugangsweisen und Leitsemantiken zur Konstitution und/oder Beschreibung des Phänomens zusammenwirken (können). Vor der Folie welcher Diskurs- und Literaturgeschichten ereignen sich und werden Klassenübergänge erfahren?

 

Konzept: Werner Michler, Raffael Hiden

Bildnachweis: Harald Wawrzyniak, escape