Themenfeld

Figuren, Szenarien/Narrative und Ästhetiken des Übergangs

Das erste Themenfeld widmet sich konkreten Erscheinungsformen der Transition (Motive, Themen, Handlungsmuster und ‑verläufe), die die Künste im Laufe ihrer Geschichte entwerfen. Dazu soll auf einer Meta-Ebene nach Figurationen von künstlerischer Urheberschaft und Medialität gefragt werden.

Mit Figuren der Grenze wird das breite Inventar von liminalen Gestalten adressiert, von der Personifikation des Todes über  Grenzfiguren an der Schwelle zum Tod oder zwischen Lebendigem und Unbelebtem – Gespenster, Vampire, Homunculi, Cyborgs, Automaten, Roboter. In der Gestalt des Hermaphroditen und generell in Formationen des Androgynen erscheint Genderidentität als bloß phantasierte Gegebenheit. – Unter Szenarien/Narrative des Übergangs geht es um literarische, bildkünstlerische und musikalische Handlungstopoi des Übergangs wie Erweckung, Erscheinung, Verlebendigung oder getäuschte Wahrnehmung. – Eine Figur an den Schwellen der Textgenese, der Textregie und der Texthandlung ist der Urheber/die Urheberin des Kunstwerks. – Archiv und Performanz untersucht auf einer Meta-Ebene Medien der Bewahrung und der Aktualisierung der Künste. – Life Sciences and Death Studies fragt nach der Rolle der (Kultur- und Natur-) Wissenschaften bei den Grenzbestimmungen von Leben und Tod.

 

 

Bildnachweis: William Kentridge, More Sweetly Play the Dance, 2015, Still, Galerie Barbara Goodman.