Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs
Die Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs ist eng mit Forschung und künstlerischer Praxis verknüpft: Tagungen, Workshops, Vorträge und Ausstellungsprojekte werden vielfach in die Lehre integriert. Die Studierenden sind dadurch in den Austausch zwischen Forschung und künstlerischer Praxis eingebunden. Lehre, Forschung und Vermittlung stehen in einem stetigen Wechselverhältnis.
Unser Programmbereich wird von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen von Universität Mozarteum und Universität Salzburg getragen, des sogenannten ‚Netzwerks‘. Ihre Mitglieder stammen aus den bildenden und darstellenden Künsten sowie den Literatur-, Kultur- und Kunstwissenschaften. Sie organisieren am Programmbereich Veranstaltungen und führen Lehrveranstaltungen durch.
Im Rahmen des Studienangebots von Wissenschaft & Kunst gestalten wir gemeinsam mit den Programmbereichen Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion und (Inter)Mediation ein Lehrprogramm für Studierende der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg. Wir vom Programmbereich Figurationen des Übergangs bieten darin insbesondere für das Basismodul Die Künste: Theorien und Diskurse sowie für die Studienergänzung Die Künste: Praxis und Vermittlung Lehrveranstaltungen an, die Teil des Studienschwerpunkts Kunst, Kultur und ihre Vermittlung sind.
Darüber hinaus organisieren wir am Programmbereich öffentliche Ringvorlesungen, die aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Diskurse aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und vermitteln. Die Ringvorlesungen lassen sich je nach Hauptstudium als Wahlfächer oder Wahlpflichtfächer anrechnen.
LEHRVERANSTALTUNGEN
SOMMERSEMESTER 2026
VL 901.371 Suggestion: Praktiken der Manipulation, Optimierung und Verführung in Politik, Wissenschaft und Künsten
Romana Sammern
Die interdisziplinäre Ringvorlesung widmet sich der Suggestion als Phänomen zwischen Wissenschaft, Politik und Kunst – einer Praxis der Beeinflussung zwischen therapeutischer Optimierung, liebendem Vertrauen und manipulativer Macht. Ausgehend von Sigmund Freuds „Massenpsychologie und Ich-Analyse“ (1921) werden historische und aktuelle Dimensionen der Suggestion untersucht: von der Hypnose im medizinischen und religiösen Kontext über rhetorische und mediale Strategien der Überzeugung seit der Antike bis hin zu algorithmischer Beeinflussung in digitalen Netzwerken. Dabei stehen Fragen nach Affekt, Nachahmung und Ansteckung im Mittelpunkt. Die Vorlesung beleuchtet Suggestion als ästhetische, psychologische und politische Praxis, als Technik der Bindung, der Kontrolle, aber auch des kreativen und performativen Übergangs. Beispiele aus Film, Literatur, Philosophie, Politik und Kunst eröffnen Perspektiven auf die Verflechtung von Macht, Wissen und Emotion in historischen und zeitgenössischen Kulturen.
Die Studierenden sind eingeladen, sich mit verschiedenen wissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen zu einem Thema zu befassen (Kunst-, Natur-, Kulturwissenschaft, Bildende Kunst, Tanz, Fotografie, Musik etc.). Die Auseinandersetzung geschieht in einführenden Sitzungen, im Rahmen der geblockten Vorlesung und in der individuellen Beschäftigung, die im Rahmen eines Tagungsberichts oder eigenen künstlerischen Zugängen geschehen kann.
Die Lehrveranstaltung ist für den Studienschwerpunkt / die Studienergänzung Wissenschaft und Kunst anrechenbar.
VÜ 901.370 Kunst und Ökologie
Romana Sammern
Die Lehrveranstaltung widmet sich der Beziehung zwischen Kunst und Ökologie im Kontext grundlegender ökologischer Leitfragen: Wie wollen wir zusammenleben? Welche Formen der Beherrschung von Natur prägen unsere Geschichte und Gegenwart? Wann erscheint die Natur als Akteurin oder Bedrohung? Und welche Narrative der Bewahrung und Kontrolle strukturieren unsere Gegenwart?
Wir diskutieren ausgewählte theoretische Positionen und künstlerische Arbeiten im Kontext kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Dioramen als epistemischen, visuellen und politischen Konstruktionen, die Natur scheinbar objektiv modellieren und dabei spezifische ökologische und gesellschaftliche Vorstellungen erzeugen.
Die Lehrveranstaltung verbindet theoretische Impulse mit praktischen und reflexiven Formaten in Form eines Workshops in Kooperation mit dem Haus der Natur, Curator und Artist Talks sowie eigenständigen Bearbeitungen des Themas.
Die Lehrveranstaltung ist für den Studienschwerpunkt / die Studienergänzung Wissenschaft und Kunst anrechenbar.
Die seit Wintersemester 2018/19 abgehaltenen Lehrveranstaltungen des Programmbereichs „Figurationen des Übergangs“ finden Sie im Archiv gelistet.
