Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs

Die Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs ist eng mit Forschung und künstlerischer Praxis verknüpft: Tagungen, Workshops, Vorträge und Ausstellungsprojekte werden vielfach in die Lehre integriert. Die Studierenden sind dadurch in den Austausch zwischen Forschung und künstlerischer Praxis eingebunden. Lehre, Forschung und Vermittlung stehen in einem stetigen Wechselverhältnis.

 

Unser Programmbereich wird von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen von Universität Mozarteum und Universität Salzburg getragen, der sogenannten ‚Kerngruppe‘. Ihre Mitglieder stammen aus den bildenden und darstellenden Künsten sowie den Literatur-, Kultur- und Kunstwissenschaften. Sie organisieren am Programmbereich Veranstaltungen und führen Lehrveranstaltungen durch.

 

Im Rahmen des Studienangebots von Wissenschaft & Kunst gestalten wir gemeinsam mit den Programmbereichen Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion und (Inter)Mediation ein Lehrprogramm für Studierende der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg. Wir vom Programmbereich Figurationen des Übergangs bieten darin insbesondere für das Basismodul Die Künste: Theorien und Diskurse  sowie für die Studienergänzung Die Künste: Praxis und Vermittlung Lehrveranstaltungen an, die Teil des Studienschwerpunkts Kunst, Kultur und ihre Vermittlung sind.

 

Darüber hinaus organisieren wir am Programmbereich öffentliche Ringvorlesungen, die aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Diskurse aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und vermitteln. Die Ringvorlesungen lassen sich je nach Hauptstudium als Wahlfächer oder Wahlpflichtfächer anrechnen.

 

 

LEHRVERANSTALTUNGEN

SOMMERSEMESTER 2021

Basismodul I und II: Die Künste: Theorien und Diskurse / Modul 1: Theorien und Konzepte der Künste

UV 901.342 Kunst und Medizin (4 ECTS)

Romana Sammern

Welchen Einfluss haben bildgebende Verfahren auf die Entstehung und Vermittlung von Wissen in der Medizin? Wie beeinflussen technische Bilder vom Menschen unsere Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit? Gibt es Wechselwirkungen zwischen technischen Bildern und der bildenden Kunst?
Thema der Lehrveranstaltung ist das Wechselverhältnis zwischen Medizin, bildgebenden Verfahren und bildender Kunst in Geschichte und Gegenwart. Es geht dabei neben der traditionellen Verbindung von Kunst und Anatomie, Optik und Pharmakologie vor allem um Fragen der Genese und des Transfers von Wissen und Methoden zwischen den Disziplinen, um die Produktion und Funktion von Bildern in der Medizin sowie um die Frage der Vermittlung von Informationen. In der Lehrveranstaltung möchten wir diese Verflechtungen von Wissenschaft und den Bildkünsten in einer Kombination aus theoretischen Impulsen und Reflexionen, Workshops mit Künstler*innen und Expert*innen sowie eigenständigen Bearbeitungen des Themas in Theorie und Praxis beleuchten. Die Lehrveranstaltung richtet sich besonders auch an alle Lehramtsstudierenden der Sekundarstufe.

Zur Anmeldung auf Plus Online

https://online.uni-salzburg.at/plus_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=542573

 

VL 901.343 Öffentliche Ringvorlesung: Der Tod und das Mädchen (4 ECTS)

Peter Deutschmann, Manfred Kern

Das Motiv „Tod und Mädchen“ und dessen unterschiedliche Behandlungen in der Bildenden Kunst, in der Musik und Literatur tangieren die großen existenziellen Fragen von Leben und Tod, Blüte und Verfall, Angst und Hoffnung und laden zu kulturwissenschaftlichen Befragungen ein:

So wäre neben den sich hier artikulierenden Gender-Hierarchien etwa die Geschichtlichkeit von personifizierenden Darstellungen des Todes zu beleuchten. Die morbide Erotik im Verhältnis von Tod und Mädchen, welche zahllose bildnerische Darstellungen – darunter auch viele popkulturelle – andeuten, geht mit Fragen von kulturbedingten Konzeptionen von Geschlecht und Tod einher. Haben unterschiedliche Konzeptualisierungen des Todes Auswirkungen auf die Verbreitung des Motivs, verkörpert das Mädchen immer das bedrohte „blühende Leben“ oder gibt es dazu „queer“ liegende Darstellungen? Sind vor dem Todesthema alle Künste gleich oder haben die verschiedenen Kunstgattungen unterschiedliche Affinitäten zum Tod? Kann für das Motiv „Tod und Mädchen“ genauso wie für andere eine Bewegung zwischen hochkulturellen und populären oder zwischen ästhetisch überzeugenden und banalen künstlerischen Thematisierungen gefunden werden?

Zur Anmeldung auf Plus Online

https://online.uni-salzburg.at/plus_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=541334

 

Studienergänzung I Die Künste: Praxis und Vermittlung / Modul 1: Praxis der Künste

PS 901.344 Figurationen des Übergangs in Literatur und Kunst: Tier werden. (4 ECTS)

Christa Gürtler, Teresa Präauer

Gegenstand der Human-Animal Studies ist das Nachdenken über die theoretischen und praktischen Mensch-Tier-Beziehungen und den Status der Tiere in unserer Kultur.

In der Lehrveranstaltung werden einige wichtige Texte aus dem Feld der Tiertheorie präsentiert und diskutiert. Dabei fällt auf, dass das Nachdenken über und mit Tieren Auswirkungen auf die Form des Schreibens hat.

Im Zentrum des Dialogs zwischen Theorie und literarischer Praxis wird Teresa Präauers Essay „Tier werden“ stehen, in dem die von Deleuze/Guattari eingeführte Denkfigur des Tier-Werdens erprobt wird. Die zahlreichen theoretischen, literarischen und künstlerischen Lektüren werden in konkreten Reflexionen an Text- und Bildbeispielen weitergeführt.

Die Lehrveranstaltung ermöglicht dabei auch die intensive Auseinandersetzung mit dem Werk der Schriftstellerin und bildenden Künstlerin Teresa Präauer. Sie studierte Germanistik und bildende Kunst in Salzburg, Zahlreiche Buchpublikationen, Ausstellungen, Auszeichnungen und Preise, u.a. Aspekte-Preis 2012, Erich-Fried-Preis 2017.

Zur Anmeldung auf Plus Online

https://online.uni-salzburg.at/plus_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=542571

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