Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs

Die Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs ist eng mit Forschung und künstlerischer Praxis verknüpft: Tagungen, Workshops, Vorträge und Ausstellungsprojekte werden vielfach in die Lehre integriert. Die Studierenden sind dadurch in den Austausch zwischen Forschung und künstlerischer Praxis eingebunden. Lehre, Forschung und Vermittlung stehen in einem stetigen Wechselverhältnis.

 

Unser Programmbereich wird von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen von Universität Mozarteum und Universität Salzburg getragen, der sogenannten ‚Kerngruppe‘. Ihre Mitglieder stammen aus den bildenden und darstellenden Künsten sowie den Literatur-, Kultur- und Kunstwissenschaften. Sie organisieren am Programmbereich Veranstaltungen und führen Lehrveranstaltungen durch.

 

Im Rahmen des Studienangebots von Wissenschaft & Kunst gestalten wir gemeinsam mit den Programmbereichen Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion und (Inter)Mediation ein Lehrprogramm für Studierende der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg. Wir vom Programmbereich Figurationen des Übergangs bieten darin insbesondere für das Basismodul Die Künste: Theorien und Diskurse  sowie für die Studienergänzung Die Künste: Praxis und Vermittlung Lehrveranstaltungen an, die Teil des Studienschwerpunkts Kunst, Kultur und ihre Vermittlung sind.

 

Darüber hinaus organisieren wir am Programmbereich öffentliche Ringvorlesungen, die aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Diskurse aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und vermitteln. Die Ringvorlesungen lassen sich je nach Hauptstudium als Wahlfächer oder Wahlpflichtfächer anrechnen.

 

 

LEHRVERANSTALTUNGEN

WINTERSEMESTER 2021

Basismodul I und II: Die Künste: Theorien und Diskurse / Modul 1: Theorien und Konzepte der Künste

UV 901346 Kunst und Körper (4 ECTS)

Romana Sammern

Können menschliche Körper von Natur aus vollkommen schön sein? Thema der Lehrveranstaltung sind Normen und Techniken der ästhetisierenden Bearbeitung des menschlichen Körpers in Kunst und Theorie, wie sie seit der Antike immer aufs Neue entwickelt wurden. Im Zentrum der Vorlesung mit Übung stehen Ideale und Normvorstellungen des menschlichen Körpers sowie Kontinuitäten und Veränderungen zu Vorstellungen, künstlerischen, kosmetischen wie medizinischen Praktiken und Instrumenten zur Regelung, Steigerung oder Erzeugung körperlicher Schönheit. Kunst und Techniken der Körperbearbeitung stehen dabei in einem spannungsvollen Wechselverhältnis, in dem die Mittel und Leitprinzipien beider Bereiche sich gegenseitig beeinflussen oder sich überschneiden. In der Lehrveranstaltung möchten wir diese Verflechtungen von Kunst und Leben in einer Kombination aus theoretischen Impulsen und Reflexionen, Workshops, Artist Talks sowie eigenständigen Bearbeitungen des Themas in Theorie und Praxis beleuchten. Die Lehrveranstaltung richtet sich besonders auch an alle Lehramtsstudierenden der Sekundarstufe.

Zur Anmeldung auf Plus Online

https://online.uni-salzburg.at/plus_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=581610

 

 

Studienergänzung I: Die Künste: Praxis und Vermittlung / Modul 1: Praxis der Künste

UE 901347 Jenseits von Wissenschaft und Kunst: Lektüren, Praxisbeispiele und Experimentierfelder für transdisziplinäre Übergänge? (2 ECTS)

Gwendolin Lehnerer und Raffael Hiden

Was ist Wissenschaft? Was ist Kunst? Ist es überhaupt sinnvoll, zwischen Wissenschaft und Kunst eine Grenze zu ziehen? Und was bedeutet es, wenn die Ansprüche dieser beiden Wissenskulturen sich gegenwärtig zusehends miteinander verknüpfen?
Der aktuelle Diskurs um ‚Artistic Research‘ propagiert gerade diesen Übergang, indem dabei von einem erkenntnisfördernden Ineinandergreifen ausgegangen wird. Aber: Gibt es tatsächlich nur künstlerische Forschung oder möglicherweise zugleich einen Trend zu forschungsbasierter Kunst? Welche Effekte ergeben sich aus dieser Verschmelzung? Welche methodologischen Herausforderungen sind dabei zu berücksichtigen?

Diese Fragen werfen wir in der Lehrveranstaltung in einem ersten Schritt auf und stellen sie in den Kontext der grundlagen- und wissenschaftstheoretischen Ideengeschichte, die den gegenwärtigen Debatten vorausgegangen ist. Klassische Texte aus der Wissenschaftstheorie und -philosophie werden dafür gemeinsam gelesen, diskutiert und vor der Folie einer ‚kunstbasierten Forschung‘ problematisiert. Der zweite Schritt soll es ermöglichen, die daraus erworbenen Erkenntnisse auf Basis eigener Interessen anwendungsorientiert zu reflektieren. Zudem soll die Lehrveranstaltung ein generelles Nachdenken über Potenziale, Nutzen und Nachteile von transdisziplinären Forschungsdesigns provozieren.

Zur Anmeldung auf Plus Online

https://online.uni-salzburg.at/plus_online/wbLv.wbShowLVDetail?pStpSpNr=582050

 

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