Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs

Die Lehre am Programmbereich Figurationen des Übergangs ist eng mit Forschung und künstlerischer Praxis verknüpft: Tagungen, Workshops, Vorträge und Ausstellungsprojekte werden vielfach in die Lehre integriert. Die Studierenden sind dadurch in den Austausch zwischen Forschung und künstlerischer Praxis eingebunden. Lehre, Forschung und Vermittlung stehen in einem stetigen Wechselverhältnis.

 

Unser Programmbereich wird von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen von Universität Mozarteum und Universität Salzburg getragen, der sogenannten ‚Kerngruppe‘. Ihre Mitglieder stammen aus den bildenden und darstellenden Künsten sowie den Literatur-, Kultur- und Kunstwissenschaften. Sie organisieren am Programmbereich Veranstaltungen und führen Lehrveranstaltungen durch.

 

Im Rahmen des Studienangebots von Wissenschaft & Kunst gestalten wir gemeinsam mit den Programmbereichen Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion und (Inter)Mediation ein Lehrprogramm für Studierende der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg. Wir vom Programmbereich Figurationen des Übergangs bieten darin insbesondere für das Basismodul Die Künste: Theorien und Diskurse  sowie für die Studienergänzung Die Künste: Praxis und Vermittlung Lehrveranstaltungen an, die Teil des Studienschwerpunkts Kunst, Kultur und ihre Vermittlung sind.

 

Darüber hinaus organisieren wir am Programmbereich öffentliche Ringvorlesungen, die aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Diskurse aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und vermitteln. Die Ringvorlesungen lassen sich je nach Hauptstudium als Wahlfächer oder Wahlpflichtfächer anrechnen.

 

 

LEHRVERANSTALTUNGEN

WINTERSEMESTER 2022/23

Studienergänzung I: Die Künste: Praxis und Vermittlung / Modul 1: Praxis der Künste

UE 901.358 Milch und Honig: Konzeption und – Organisation der Ausstellung

Irini Athanassakis, Romana Sammern

Milch und Honig, sind ein Versprechen. Sie evozieren Fülle, Überfluss, Glück, auch das gelobte Land. Eine überwältigende Fruchtbarkeit und Gesundheit, eine unberührte und intakte Natur, auch milchproduzierende Mütter, Muttertiere, fleißige Bienen, blühende Wiesen und Wälder sind Voraussetzung dafür. Angesichts der nun wachsenden Unfruchtbarkeit, des Aussterbens von immer mehr Arten, der Zerstörung der Umwelt, der Notwenigkeit einer demografischen Zügelung des Homo Sapiens Sapiens, gilt es die nährenden Stoffe angesichts der wachsenden Unfruchtbarkeit zu befragen. Denn die demografische Wende und das Artensterben stellen einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel weg von Fülle und Fruchtbarkeit in Aussicht.
Die Lehrveranstaltung schließt an die gleichnamige UV aus dem Sommersemester 2022 an. In der Übung möchten wir die Ausstellung „Milch und Honig“ im enter: Raum für Kunst im KunstQuartier vorbereiten, kuratieren, organisieren und durchführen.

Ausgehend von konkreten Objekten, Praktiken, Mythen und Sagen zu Milch und Honig sowie Allegorien der Abundantia porträtiert und befragt diese Ausstellung Milch und Honig als existentielle nährende Substanzen an den Schnittstellen von Natur und Kultur, von Tieren, Pflanzen und Menschen. Ausstellungseröffnung am 18.10. um 17:00 Uhr im enter: Raum für Kunst im KunstQuartier

Irini Athanassakis ist Researcher in Artistic Residence bei W&K. Die Künstlerin und arbeitet rund um den Themenbereich der Bonds (Scheine von Gewicht) und Bindungen aller Art, gegenwärtig zu (Un-)Fruchtbarkeit. Zu ihren preisgekrönten Veröffentlichungen zählt MILK. Gabe, Lust und Verlust, Wien: Passagen Verlag 2018. Weitere Informationen: https://iriniathanassakis.eu

Zur Anmeldung auf Plus Online

 

Studienergänzung I: Die Künste: Praxis und Vermittlung / Modul 1: Praxis der Künste

UE 901.357 Autorschaft in Literatur und Musik

Marco Döttlinger, Anna Estermann,

Mit „Autorschaft“ rückt in unserer Lehrveranstaltung eine künstlerische Kategorie in den Blick, die zu den schillerndsten und zu den umstrittensten zählt. Die Frage, welche Rolle der Autor/die Autorin für das Verständnis eines Werkes spielt, ist in den letzten Jahrzehnten umfassend diskutiert worden: Ältere Konzepte von Autorschaft sahen im schöpferischen Akt den genialisch-heroischen Ausdruck einer (tatsächlich meist männlichen) Autor-Figur – sowohl in der Literatur als auch in der Musik. Roland Barthes wiederum verkündete 1968 den „Tod des Autors“ und prägte mit diesem Diktum auf Jahrzehnte die Marginalisierung der Autorschafts-Kategorie. Um die Jahrtausendwende schließlich wurde die „Rückkehr des Autors“ ausgerufen und man versuchte, die Kategorie der Autorschaft zu rehabilitieren. Diese theoretischen Positionen nehmen wir zum Ausgangspunkt, um uns mit literarischen und musikalischen Praktiken von Autorschaft zu befassen. Im Vordergrund steht dabei nicht so sehr die abstrakte Frage „Was ist ein Autor?“ – so der Titel eines kanonischen Aufsatzes von Michel Foucault –, sondern konkret: Was tut ein/e Autor*in, wenn er/sie schreibt bzw. komponiert? Wie denken Autor*innen selbst über den Stellenwert von Autorschaft in ihrem künstlerischen Schaffensprozess nach? Wie beschreiben sie ihr künstlerisches Tun? Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden wir einen Workshop abhalten, zu dem wir Komponist*innen und Schriftsteller*innen einladen, um diese Probleme im gemeinsamen Gespräch zu diskutieren.

Zur Anmeldung auf Plus Online

 

 

Die seit Wintersemester 2018/19 abgehaltenen Lehrveranstaltungen des Programmbereichs „Figurationen des Übergangs“ finden Sie im Archiv gelistet.

 

Archiv Lehre