Studienergänzung I „Die Künste: Praxis und Vermittlung“

Künstlerische Produktion sowie kunstvermittelnde Prozesse und Aktivitäten ereignen sich nie für sich, sondern sind a priori in einem gesellschaftlichen, von politischen, religiösen und kulturellen Faktoren bestimmten Kontext eingebunden. Diesen gilt es in seiner historischen Gewordenheit und in seiner gegenwärtigen Verfasstheit hermeneutisch, empirisch und künstlerisch zu begreifen und zu analysieren. Dabei sind vergangene und gegenwärtige inter- und transdisziplinäre Konstellationen Gegenstand der Studienergänzung „Die Künste: Praxis und Vermittlung“.

Die Studienergänzung richtet sich insbesondere an Studierende, die in pädagogischen Berufen oder im Kunst- und Kulturbetrieb arbeiten werden, sowie an Studierende der
Musik-, Kunst- und Kulturwissenschaften.

Ziel der Studienergänzung „Die Künste: Praxis und Vermittlung“ ist der Erwerb von Wissen und Kompetenzen:

  • zur Wechselwirkung zwischen Künsten und Wissenschaften
  • zur Vermittlung der Künste in künstlerischen, kulturellen und pädagogischen Kontexten
  • zur Entwicklung und Durchführung eigener künstlerisch wie auch kuratorisch-organisatorisch verankerter Vermittlungs-Projekte
  • in der interdisziplinären und intermedialen Erarbeitung wissenschaftlich-künstlerischer Projekte
  • über Phänomene des Wahrnehmens, Verstehens, Erlebens und Wirkens von Künsten
  • über historische und gegenwärtige Phänomene, Diskurse und (kontroversielle) Debatten der Kunstpädagogik/Kunstvermittlung
  • über die Bedeutung der Künste in medizinisch-therapeutischen Kontexten
  • über soziopolitische und soziokulturelle Milieus von Kunstproduktion und Kunstvermittlung sowie
  • in künstlerischen Praktiken.

Das Aufbaumodul „Die Künste: Praxis und Vermittlung“ besteht aus den zwei Bereichen „Praxis der Künste“ sowie „Vermittlung der Künste“. Für das Aufbaumodul sind Lehrveranstaltungen im Gesamtausmaß von zumindest 12 ECTS zu absolvieren:

Aufbaumodul „Die Künste: Praxis und Vermittlung“ (12 ECTS)

Praxis der Künste                4-8 ECTS
Vermittlung der Künste    4-8 ECTS

„Praxis der Künste“ (4–8 ECTS)

Das Themenfeld „Praxis der Künste“ gibt Einblicke in die Wirkungsmöglichkeiten von Kunstproduktionen und künstlerischen Aufführungen. Das Lehrangebot zielt darauf ab, Praxisorientierung mit theoretischer Reflexion zu verbinden. Die Themen reichen von der Erarbeitung und Erprobung künstlerischer Praxis (innerhalb der Künste, aber auch in interdisziplinären Verschränkungen) über die gezielte Vertiefung von Wissen zu einzelnen Künsten bis hin zu ihren Kontaktzonen mit verschiedensten Öffentlichkeiten.

„Vermittlung der Künste“ (4–8 ECTS)

Das Themenfeld „Vermittlung der Künste“ widmet sich den vielfältigen Verschränkungen und methodischen Ansätzen der Kunstvermittlung, die von der Planung und Umsetzung von Projekten (z.B. durch kuratorische Arbeit) bis zur eigentlichen Vermittlung reichen. In diesem Zusammenhang werden den Studierenden praxisnah und projektorientiert unterschiedliche Zugänge vorgestellt, neue Vermittlungsszenarien entwickelt und mit ihnen erprobt.

Für den Zertifikatserwerb der Studienergänzung „Die Künste: Praxis und Vermittlung“ sind Lehrveranstaltungen im Gesamtausmaß von mindestens 24 ECTS zu absolvieren, 12 ECTS aus dem Basismodul mit mindestens 6 ECTS aus dem Bereich „Theorien und Konzepte der Künste“ und 12 ECTS aus dem Aufbaumodul.