Lehre am Programmbereich Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion

Kennzeichnend für die Arbeitsweise des Programmbereichs Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion ist eine starke Verschränkung von Forschung, Vermittlung und Lehre. So sind beispielsweise internationale Symposien und andere von uns organisierte Veranstaltungen (Gastgespräche, Workshops etc.) häufig Teil von Lehrveranstaltungen. Daraus entstehende Diskussionen und Ergebnisse fließen wiederum in unsere Forschung und Vermittlungsarbeit ein.

Im Rahmen des W&K-Studienangebotes bietet unser Programmbereich für Studierende der Paris-Lodron-Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg die Studienergänzung „Kulturmanagement und Kulturelle Produktion“ an.
Außerdem gestalten wir mit den anderen beiden Programmbereichen Figurationen des Übergangs und (Inter)Mediation das Basismodul „Die Künste: Theorien und Diskurse“ sowie den Studienschwerpunkt „Kunst, Kultur und ihre Vermittlung“.

 

Nähere Infos findet man hier

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2021

Basismodul Kulturmanagement und Kulturelle Produktion
Grundlagen des Kulturmanagements

UV Community-Räume: Orte der (sub-)kulturellen Erfahrung und künstlerisch-kreativen Produktion (4 ECTS)
Katharina Anzengruber

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit Communities in ihrer Bedeutung für die soziokulturelle Identitätsbildung am Beispiel der österreichischen Hip-Hop-Szene. Konkret wird untersucht, wie hier spezifische (sub-)kulturelle Strukturen zum Ausdruck gebracht werden. Welche Formen sozialer Interaktion sind beobachtbar? Welcher Codes, welcher Ästhetik und Symbolik bedienen sich Hip-Hoper*innen dabei?  Und welche Rolle spielen gesellschaftspolitische Aspekte für ihre künstlerisch-kreativen Praktiken und Produktionen?
Den Ausgangspunkt bilden eigene Erfahrungen und Vorstellungen der Lehrveranstaltungsteilnehmer*innen sowie ein Exkurs in die Geschichte des Hip-Hops. Darüber hinaus finden eine Auseinandersetzung mit medialen Darstellungen von Hip-Hop Communities in Österreich sowie ein Artist Talk statt. Auf dieser Basis gehen die Teilnehmer*innen einzeln oder in kleinen Gruppen ins ‚Feld‘: Anhand von Interviews mit Künstler*innen aus Kollektiven, Crews, Vereinen und sonstigen Gruppierungen sowie – soweit coronabedingt möglich – in Form von teilnehmender Beobachtung verschaffen sie sich Einblicke und sammeln individuelle Erfahrungen in Bezug auf die eingangs gestellten Fragen.
Die Lehrveranstaltung beinhaltet einen längeren selbstständigen Arbeitsprozess. Sie setzt zudem das Interesse voraus, sich aktiv über eigene Erfahrungen und Beobachtungen auszutauschen.

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Ergänzungsmodul Kulturmanagement und Kulturelle Produktion
Grundlagen des Kulturmanagements

UV Kulturmanagement: Forschung und Praxis am Beispiel des Festivals der Regionen (4 ECTS)
Anita Moser

Kulturarbeiter*innen und Kulturmanager*innen setzen mit großem Einsatz und oft unter schwierigen Rahmenbedingungen vielfältigste Projekte, Veranstaltungen und Initiativen um. Doch was nehmen Besucher*innen, Künstler*innen, Projektmitwirkende und andere Beteiligte davon mit? Wie werden die künstlerischen und kulturellen Aktivitäten wahr- und angenommen? Wie lässt sich das evaluieren? Mit diesem Thema setzen wir uns in der Lehrveranstaltung anhand des Festivals der Regionen praxisnah auseinander: Das partizipative Festival findet seit 1993 alle zwei Jahre in verschiedenen Regionen Oberösterreichs statt. Aktuell wird ein neu gewichtetes Konzept erprobt. Internationale und nationale Künstler*innen entwickeln vor Ort gemeinsam mit lokalen (Kultur-)Einrichtungen und Bewohner*innen Projekte. Dabei orientieren sie sich an den Besonderheiten und Bedürfnissen der Region. Wie kommt das Konzept an? Welche Projekte und Kooperationen entstehen dabei? Wie funktionieren die Dialoge und Zusammenarbeiten mit der regionalen Bevölkerung?
Ausgehend von diesen Überlegungen beschäftigen wir uns mit Kultur-Evaluation, Teilhabe- und (Nicht-)Besucher*innenforschung. Im Anschluss an theoretische Auseinandersetzungen, Gespräche mit den Festivalorganisator*innen und einen Workshop entwickeln wir ein Erhebungsdesign. Basierend darauf führen Studierende (vorbehaltlich der Covid-19-Bestimmungen) u.a. im Rahmen einer für Ende Juni geplanten Exkursion zum Festival eine qualitative Evaluation durch. Dabei erhalten sie die Möglichkeit in das Festival einzutauchen, in einen Austausch mit Künstler*innen und Projektbeteiligten zu kommen sowie künstlerische und kulturmanageriale Prozesse aus nächster Nähe kennenzulernen.

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UE Digitales Kulturmarketing in der Praxis (2 ECTS)
Matthias Gruber

Wie können Tätigkeiten und Inhalte von Kunst- und Kulturinstitutionen im virtuellen Raum spannend und zeitgemäß präsentiert werden? Wie können wir dort eigene künstlerische Arbeiten und Kulturprojekte darstellen? In dieser Übung lernen Sie dafür unterschiedliche Werkzeuge und eine Reihe von Möglichkeiten kennen. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf deren Umsetzbarkeit mit stark begrenzten Budgets und Zeitressourcen.
In der Lehrveranstaltung gehen Kulturmarketing und Kulturvermittlung ineinander über, denn eine gelungene digitale Kampagne für eine Ausstellung oder eine professionell gestaltete Website sind mehr als bloß Werbung. Sie sind der erste Berührungspunkt zwischen Künstler*in und Publikum.

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Ergänzungsmodul Kulturmanagement und Kulturelle Produktion
Kulturelle Produktion und Kulturelle Bildung

UV „We have no planet B“: Künstlerischer Aktivismus und kreative Protestgestaltung (4 ECTS)
Elke Zobl

In welcher Zukunft möchten wir leben? Wie wollen wir die Gesellschaft mitgestalten und verändern, sodass wir die planetaren Grenzen der Erde nicht überschreiten? Wie erzählen Menschen positive Zukunftsvisionen und äußern Widerstand und Protest gegen den „planetaren Notfallzustand“? Und welche Rolle spielen dabei kreative, künstlerische und kulturelle Ausdrucksformen?
Das Zusammenspiel von Kunst, Aktivismus und Protest hat eine lange Geschichte. Viele Bewegungen nutzen verschiedene Aktionsformen, um auf der Straße oder im Internet zu protestieren. Sie sind oft auch Teil vernetzter globaler Bewegungen wie Occupy, Reclaim the Streets oder der feministischen Bewegung.
In der Lehrveranstaltung lernen wir verschiedene Formen von kreativer Protestgestaltung und künstlerischem Aktivismus (u.a. Culture Jamming, Artivism, Craftivism, Upcycling, Flash Mobs) kennen und experimentieren mit künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum.

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UE Vom Wissen zum Handeln: Praxisfeld Kulturvermittlung am Beispiel von Klimawandel und nachhaltiger Entwicklung (2 ECTS)
Katharina Anzengruber

Zu den Themen Klimawandel und nachhaltige Entwicklung gibt es viel Wissen und auch zukunftsweisende Lösungsansätze. Die Herausforderung besteht darin, Möglichkeiten zu finden, dieses Wissen auf eine Weise zu vermitteln, die den Funken überspringen lässt und andere Menschen dazu anregen kann, aktiv zu werden. Wir lernen verschiedene Methoden und Materialien zur Vermittlung von Themen im Kontext Klimawandel und nachhaltige Entwicklung kennen. Basierend darauf greifen wir Ideen für kreative experimentelle Vermittlungstools und -formate auf, adaptieren sie und entwickeln sie weiter. Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung des Programmbereichs setzen wir unsere Konzepte schließlich um und erproben sie. Sollte das COVID-bedingt nicht möglich sein, wird die Umsetzung und Erprobung in den digitalen Raum verlegt.

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Die Lehrveranstaltungen als PDF

Archiv Lehrveranstaltungen