Lehre am Programmbereich Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion

Kennzeichnend für die Arbeitsweise des Programmbereichs Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion ist eine starke Verschränkung von Forschung, Vermittlung und Lehre. So sind beispielsweise internationale Symposien und andere von uns organisierte Veranstaltungen (Gastgespräche, Workshops etc.) häufig Teil von Lehrveranstaltungen. Daraus entstehende Diskussionen und Ergebnisse fließen wiederum in unsere Forschung und Vermittlungsarbeit ein.

Im Rahmen des W&K-Studienangebotes bietet unser Programmbereich für Studierende der Paris-Lodron-Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg die Studienergänzung „Kulturmanagement und Kulturelle Produktion“ an.
Außerdem gestalten wir mit den anderen beiden Programmbereichen Figurationen des Übergangs und (Inter)Mediation das Basismodul „Die Künste: Theorien und Diskurse“ sowie den Studienschwerpunkt „Kunst, Kultur und ihre Vermittlung“.

 

Nähere Infos findet man hier

Archiv Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2022/23

Basismodul
Künstlerische Prozesse in soziokulturellen Kontexten

VU (Mit)Gestalten! Künstlerisch-kreative Prozesse in soziokulturellen Kontexten
N.N.

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit künstlerischen und kreativen Praktiken und Prozessen in soziokulturellen Kontexten. Konkret wird untersucht, welche Themen an der Schnittstelle von Gesellschaft, Kunst, Kultur und Politik auf welche Weisen künstlerisch-kreativ verhandelt werden.

Die Grundlage dafür bilden theoretische Auseinandersetzungen mit den Begriffen Kultur, Soziokultur, künstlerische und kulturelle Produktion und kulturelle Teilhabe und deren praxisbezogene Reflexion. Als Beispiele fungieren diverse soziokulturelle Einrichtungen und Projekte, insbesondere solche, die in Salzburg angesiedelt sind, etwa Angebote der Plattform „Community Arts Salzburg“, das Chorprojekt „One Peace“ oder Formate der beiden Theatervereine „bodi end sole“ und „Theater ecce“. Teil der Lehrveranstaltung sind Gespräche mit Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen sowie ein Workshop. Basierend darauf setzen sich die Studierenden mit einem soziokulturellen Projekt ihrer Wahl auseinander und reflektieren es im Hinblick auf ausgewählte Aspekte.

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Studienergänzung Kulturmanagement und Kulturelle Produktion
Bereich 1: Grundlagen des Kulturmanagements

UE Fine Tuning – A Workshop in English
Lisa Rosenblatt

This course will explore creative writing in English and the preparation of various types of texts relevant to an arts management context. Although the class will focus on writing, students will also have the chance to improve their spoken English. The course consists of short introductory lectures, group learning and exercises, and hands-on work in the realization of a class project.
The first block will include a brief overview of grammar and pronunciation. We will also discuss style guides, working with translators, and editing in an arts management context.
In the second block, we will explore different types of texts such as essays, reviews, applications, and fiction. Although we will concentrate on our own writing and developing a voice, the class project will be a collaborative effort. Through the realization of a collaborative writing project, students will gain first-hand experience in the various stages and complexities of working as a team beginning with deciding on the form of the project itself.
In the third and final block we will focus on realization of the class project, which will occur as a learning-by-doing experience. Students will be involved at every stage and in all aspects, including but not limited to producing texts, editing, layout, and completing the project through to print or online publication.

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VU Open Up! Diversitätsorientierung im Kulturbetrieb
Anita Moser

Der Kulturbetrieb ist längst nicht so divers wie die Gesellschaft. Das Bewusstsein darüber, dass es hier Handlungsbedarf gibt, wächst zunehmend. Doch wie können konkrete Veränderungen hin zu mehr Diversität im Kultursektor ermöglicht werden? Wodurch können Diskriminierungen abgebaut und Kunst- und Kultureinrichtungen für unterrepräsentierte Gruppen relevant und zugänglich werden? Welche theoretischen und anwendungsorientierten Perspektiven hält das Kulturmanagement dafür bereit?
An welche bestehenden Praktiken und Netzwerke können Kulturinstitutionen anknüpfen? Und was sind notwendige Rahmenbedingungen für Reflexion und vernetztes Handeln, um Transformationsprozesse im Kulturbetrieb in Gang zu setzen?

Mit diesen Themen beschäftigen wir uns in der Lehrveranstaltung, wobei ein Methodenmix aus fokussierter Recherche, Präsentationen, Gruppenarbeiten sowie Gastbeiträgen zur Anwendung kommt. Einerseits ermöglicht die Lehrveranstaltung dabei Studierenden das Kennenlernen und Reflektieren unterschiedlicher Projekte, die auf eine Diversitätsorientierung im Kultursektor abzielen. Andererseits werden sie sich konkret mit Ansätzen und Initiativen in Österreich und Salzburg (insbesondere D/Arts) auseinandersetzen, indem sie diese forschend begleiten sowie reflektieren und dazu eigene Beiträge gestalten.

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Bereich 2: Kulturelle Produktion und Kulturelle Bildung

VU Make your own media! Feministische Öffentlichkeiten und künstlerisch-mediale Produktion
Elke Zobl

Kritische kulturelle Produktion und alternative Medien spielen seit jeher eine wichtige Rolle in sozialen Bewegungen. Seit den 1970er Jahren arbeiten viele Künstler:innen mit künstlerischen, medialen und kulturellen Interventionen und stellen so Öffentlichkeiten her. In der LV nehmen wir grundlegende Konzepte und gegenwärtige Praktiken der künstlerischen Medienproduktion in den Blick, deren Arbeit auf (queer-)feministischen Perspektiven basiert und die sich an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Aktivismus bewegen.
Die LV wird in Zusammenhang mit einer 2023 stattfindenden Ausstellung zu queerem und feministischem Publizieren in der Kunst des Generali Foundation Studienzentrums, angesiedelt im Rupertinum am Museum der Moderne, durchgeführt. Die Vorbereitungen zur Ausstellung sollen dazu genutzt werden, Zeitschriften-Projekte und Zines zu recherchieren sowie in einem praktisch angelegten Teil – in einer Reihe an Workshops und Inputs von Künstler*innen und Medienproduzent*innen – eigene Medien zu gestalten. Teil der LV sind auch Exkursionen in die Sammlung der Generali Foundation im Rupertinum in das Zine Archiv des GendUp und ggf. in eine Druckwerkstatt.

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Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2022

Basismodul
Künstlerische Prozesse in soziokulturellen Kontexten

UV „Wir sind Kultur!“ – Künstlerisch-kreative Prozesse in soziokulturellen Projekten (4 ECTS)
Katharina Anzengruber

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit künstlerischen und kreativen Praktiken und Prozessen in soziokulturellen Kontexten. Welche gesellschaftlichen Themen werden unter welchen Bedingungen auf welche Weisen künstlerisch-kreativ verhandelt? Ausgehend von dieser zentralen Frage nehmen wir verschiedene soziokulturelle Projekte in den Blick und analysieren sie.
Die Grundlage dafür bilden theoretische Auseinandersetzungen zu den Themen Kultur, Soziokultur, künstlerische und kulturelle Produktion und kulturelle Teilhabe. Als Beispiele fungieren etwa Projekte der Plattform „Community Arts Salzburg“ sowie von „InterACT“, einer in Graz angesiedelten Werkstatt für Theater und Soziokultur. Besonders im Fokus steht darüber hinaus das Projekt „Kinderstadt Mini-Salzburg“, eine Spielstadt für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 14 Jahren, die der Verein Spektrum ausrichtet. Die Studierenden verbringen in der Rolle von Beobachter:innen einen Tag in der Kinderstadt und nehmen das dortige Geschehen im Hinblick auf verschiedene Aspekte rund um das Thema soziokulturelles Arbeiten in den Blick.

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Studienergänzung Kulturmanagement und Kulturelle Produktion
Bereich 1: Grundlagen des Kulturmanagements

UV Kulturfinanzierung: Förderungen, Sponsoring & Co (4 ECTS)
Anita Moser, Martina Fladerer

Kunst und Kultur leben von Kreativität und zündenden Ideen. Aber nicht nur – eine wesentliche Grundlage für die Umsetzung dieser Ideen bildet eine gesicherte Finanzierung. Welche Möglichkeiten und Herausforderungen gibt es dabei? Wie finde ich die richtige Finanzierungsform für mein Projekt? Welche Rolle spielen öffentliche Förderungen und wie funktionieren diese – etwa auf Stadt-, Landes- oder Bundesebene? Worum geht es bei Fair Pay? Was ist bei Crowdfunding oder Sponsoring zu beachten? Was gilt es bei einer Kostenkalkulation zu berücksichtigen?
In der anwendungsorientierten Lehrveranstaltung setzen wir uns mit grundlegenden Aspekten verschiedener Formen von Kulturfinanzierung auseinander. Vertieft werden die Inhalte durch die Analyse von Praxisbeispielen (Budgets, Anträge, Ausschreibungen etc.) sowie durch Gastgespräche oder Exkursionen. Diese bieten Gelegenheit, Fragen der Kulturfinanzierung aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren und Tipps aus der Praxis zu erhalten. Studierende können gerne eigene Projektvorhaben in die Lehrveranstaltung mitbringen.

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UE Künstlerische und kuratorische Projektpraxis: Über unten – Marginalisierte Narrative sichtbar machen (2 ECTS)
Djordje Čenić, Ivana Pilić

In dieser Übung beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir unbeachtete und verborgene Geschichte(n) recherchieren und erzählen. Im Vordergrund stehen die Menschen, die ein integraler Teil der österreichischen Gesellschaft sind, deren Geschichten sich in unserem gesellschaftlichen Narrativ inadäquat oder gar nicht widerspiegeln. In dieser Übung stellen wir die Frage, wie wir diesen Menschen samt ihrer Geschichte einen Platz innerhalb dieses Narrativs ausgestalten können, und welche Strategien uns in der künstlerischen und kuratorischen Praxis zur Verfügung stehen. Hierfür werden verschiedene Beispiele besprochen und analysiert, die eine polyphone und diskriminierungssensible Ästhetik verbildlichen. Ausgehend davon, entwickeln und realisieren wir eigene Projekte.
Ziel dieser Übung ist es, Geschichten abseits des gängigen Kanons zu erzählen, die die heterogene Gesellschaft in neuer Weise involvieren und abbilden. Der fehlenden Repräsentationen und Unsichtbarmachung in der Geschichtsschreibung setzen wir dementsprechend – aktiv und im Tun – kleine Narrative entgegen: Je nach Idee, Interesse und Kenntnis realisieren wir short documentaries, Audio-, Video- und Fotoinstallationen. Die Projekte der teilnehmenden Student:innen werden innerhalb der Gruppe reflektiert und bearbeitet.

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Bereich 2: Kulturelle Produktion und Kulturelle Bildung

UV Stadt von morgen: Künstlerische Interventionen und kreative Protestgestaltung im öffentlichen Raum in Salzburg (4 ECTS)
Elke Zobl

In welcher Art von Stadt möchten wir leben? Wie wollen wir die Stadt mitgestalten und verändern, sodass wir nachhaltig – sozial, ökologisch, ökonomisch, kulturell – als heterogene Gesellschaft zusammenleben können? Wie lassen sich sowohl positive Zukunftsvisionen als auch widerständige Interventionen in eine „Stadt von morgen“ durch kreative, künstlerische und kulturelle Ausdrucksformen äußern? Welche Rolle spielen in einer lebenswerten „Stadt von morgen“ öffentliche Institutionen wie Museen? Und welche Räume können sie eröffnen, um eine Mitgestaltung an kulturellen Prozessen und einen gesellschaftlichen Wandel zu ermöglichen?
Das Zusammenspiel von öffentlichem Raum mit Kunst, Kultur und Widerstand hat eine lange Geschichte. Viele Bewegungen nutzen verschiedene Aktionsformen, um auf der Straße oder im Internet zu protestieren. Sie sind oft auch Teil vernetzter globaler Bewegungen wie Occupy, Reclaim the Streets oder der feministischen Bewegung.
In der Lehrveranstaltung lernen wir verschiedene Formen von künstlerischen und kulturellen Interventionen und kreativer Protestgestaltung (u.a. Culture Jamming, Artivism, Craftivism, Upcycling) kennen und experimentieren ausgehend von euren Erfahrungen und Perspektiven mit kreativen Ausdrucksformen und künstlerisch/kulturellen Interventionen im öffentlichen Raum.
Teil der LV ist eine Veranstaltungsreihe mit Online-Inputs und der Besuch des Vermittlungsraumes „Nachhaltig genießen“ im Kontext der Ausstellung „Café Salzburg. Orte. Menschen. Geschichten“ des Salzburg Museums. Weiters ist ein künstlerischer Workshop mit den Künstler:innen Steffi Müller und Klaus Dietl (Mediendienst Leistungshölle, München) geplant, der im öffentlichen Raum stattfinden wird.
Die LV steht im Zusammenhang mit dem Projekt „Räume kultureller Demokratie“. Empfehlung: Teilnahme an der Übung von Katharina Anzengruber.

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UE Stadt von morgen: Geschichten ‚mit Zukunft‘ erzählen (Praxisfeld Kulturvermittlung) (2 ECTS)
Katharina Anzengruber

Was sind unsere Visionen von einer Stadt der Zukunft? Welche Geschichten lassen sich darüber auf welche Weise erzählen? Und: Wie können Räume eröffnet werden, in denen diese Geschichten ‚mit Zukunft‘ artikuliert und diskutiert, in denen ‚Zukünfte‘ verhandelt werden können?
In dieser Übung beschäftigen wir uns mit verschiedenen Möglichkeiten des Geschichten Erzählens in Nachhaltigkeitskontexten. Neben theoretischen Auseinandersetzungen werden Einblicke in konkrete Initiativen und Projekte, für die das Geschichten erzählen konstitutiv ist (z.B. Stiftung „FUTURZWEI“ oder Projekt „Räume kultureller Demokratie“), gewährt. Darüber hinaus werden wir auch als Produzent:innen tätig: In Kooperation mit der Radiofabrik Salzburg entwickeln wir kurze Geschichten ‚mit Zukunft‘, und produzieren sie als Audiofiles. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage nach verschiedenen Vorstellungen und Visionen in Bezug auf eine „Stadt von morgen“. Die entstehenden Audiobeiträge fließen in Stadtspaziergänge ein, die im Rahmen des Projektes „Räume kultureller Demokratie“ in Kooperation mit dem Salzburg Museum angeboten werden.
Teil der Lehrveranstaltung ist außerdem eine Gesprächsreihe zum Thema „Klima, Kunst und Bildung“ sowie ein Workshop mit Kulturvermittler:innen aus dem Salzburg Museum.
Die LV steht im Zusammenhang mit dem Projekt „Räume kultureller Demokratie“. Empfehlung: Teilnahme an der UV von Elke Zobl.

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