Umschreibbare Wesen. Bericht einer performativen Untersuchung

Lucie Strecker

Natur ist nichts Selbstverständliches – ebenso wenig wie Kultur. Beide Begriffe sind unscharf und lassen sich nur in Beziehung zueinander fassen. Was uns hingegen fortwährend begegnet sind Zonen des Übergangs, der Überlappung und der Verwandlung. Diesen Zonen setzen sich Daniel Aschwanden und Lucie Strecker in ihrer Performance Umschreibbare Wesen gemeinsam mit einem transdisziplinären Team aus. Hier sind Raum, Zeit und Figur in hybriden Zyklen verwoben: Die Umwelt, der an der Performance partizipierenden menschlichen und nichtmenschlichen Wesen ist nicht Kulisse oder Milieu, sondern Bestandteil eines Bedeutungsprozesses. Ihre Zukunft und Vergangenheit ist nicht eindeutig zu unterscheiden. Eine Zeit vor und nach ihnen prägt die Gegenwart. Sie enden nicht an ihren Körpergrenzen, sondern sind unreine Wesen, deren Identität sich ständig neu umschreiben lässt. Die Vorlesung gibt Einblicke in den Arbeitsprozess.

Anmeldung: roswitha.gabriel@sbg.ac.at
Der Link zur Online-Veranstaltung wird nach der Anmeldung zugeschickt.

Die Ringvorlesung des Doktoratskollegs „Die Künste und ihre öffentliche Wirkung: Dynamiken des Wandels“ problematisiert aktuelle Transformationsprozesse unserer Weltbeziehungen und wirft Fragen nach deren ästhetischen, politischen, ökologischen, soziokulturellen Implikationen auf.
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Bild: © Robert Couse Baker