Kunstpraxis in der Migrationsgesellschaft

Ivana Pilić

Vielfalt ist eines der Schlüsselthemen für die Gesellschaft, so auch für die Künste und den Kulturbetrieb. Künstlerische Artikulation ist als Teil von Diskursen und Praxen zu verstehen, mit denen bestimmte Bevölkerungsteile in ein „Wir“ einbezogen und andere ausgeschlossen werden. Sie findet also nicht außerhalb diskriminatorisch organisierter gesellschaftlicher Ordnungen statt. In dieser Lehrveranstaltung werden strukturelle Ausschlüsse und Diskriminierung thematisiert und besprochen, wie ein Störverhältnis zum Kanon aussehen kann, im Anspruch auf ein neues Gemeinsames.

Ivana Pilić ist freie Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin. Derzeit promoviert sie am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst der Universität Salzburg und des Mozarteums zu „diskriminierungskritischen Kunstpraxen“. Seit 2020 ist sie Co-Kuratorin des Kunstprojekts D/Arts – Projektbüro für Diversität und urbanen Dialog. Davor war sie als Co-Kuratorin des urbanize! Internationales Festival für urbane Erkundungen 2018 tätig und von 2014-2017 im künstlerischen Leitungsteam der Brunnenpassage Wien. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Erforschung transkultureller Formate und der Entwicklung von diversitätskritischen Konzepten im Kulturbetrieb. Sie ist Vorstandsmitglied der WIENWOCHE – Festival für Kunst und Aktivismus. Ivana Pilić berät Kulturinstitutionen und -politik im Bereich Diversity and Arts, ist in Beiräten und Gremien aktiv  und als Jurorin tätig,  u.a. für „Tandem Diversität“ der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Anmeldung: roswitha.gabriel@sbg.ac.at
Der Link zur Online-Veranstaltung wird nach der Anmeldung zugeschickt.

Die Ringvorlesung des Doktoratskollegs „Die Künste und ihre öffentliche Wirkung: Dynamiken des Wandels“ problematisiert aktuelle Transformationsprozesse unserer Weltbeziehungen und wirft Fragen nach deren ästhetischen, politischen, ökologischen, soziokulturellen Implikationen auf.
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Bild: © Robert Couse Baker