Ver*sagen ver*lernen

Ziel dieser feministisch-intersektionell und kollaborativ geprägten künstlerischen Praxis ist es, neue Formen des Zueinanderkommens, Miteinanderseins und Zusammenhandelns im Zusammenspiel von Sound, Affekt, Bewegung und politischem Raum zu eröffnen, und das im gemeinsam gestalteten Prozess des Verlernens sexistischer, rassistischer, klassistischer und anderer Selbst- und Fremdzuschreibungen. Der Workshop schafft einen Raum, der bei der Formulierung individuell wahrgenommener, jedoch kollektiv wirkender Erfahrungen ansetzt, die zu teilen mit dem Mut zur Verletzlichkeit einhergehen: einer guten Ausgangsbasis, um stereotype Rollenbilder zu verlernen. Er regt eine Stärkung des Selbstverständnisses der Studierenden als politische Akteur*innen an und stellt die Frage, welche Rolle dabei künstlerischen Ausdrucksformen zukommen kann.

Für die Workshopteilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

 

Nicole Sabella ist bildende Künstlerin*, Kulturwissenschaftlerin* und Kunst- und Kulturvermittlerin* in Wien. Ihre oft kollaborative künstlerische Forschungspraxis verwirklicht sich an den soziopolitischen Schnittstellen von Körper, Sprache, Stimme und Raum und bündelt diese temporär in Konstellationen, die sie als Choreo:sphären (choreo:spheres) bezeichnet. Ausgehend von feministisch-intersektionellen, performativen und kollaborativen Strategien entwickelt sie Liveperformances und performative Soundinstallationen, oft in partizipativen Workshopformaten, darunter PRO:TEST SOUND ORIGINATOR (seit 2016) oder das SHIFT-Projekt Ver*sagen ver*lernen (2020-2021). Ihre Arbeiten wurden u.a. bei ImPulsTanz (AT), im Battersea Art Center, London (UK), im Manggha Museum, Krakau (PL), im Museion Bozen (IT), in der Galerie 5020, Salzburg (AT), im periscope, Salzburg (AT) oder im Fluc, Wien (AT) gezeigt.

 

Foto © Nicole Sabella