Forschung am PB Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion

Im Herbst 2019 wird die Forschung am Programmbereich mit einem neu zusammengesetzten Kernteam, das regelmäßig im Rahmen eines künstlerisch-transdisziplinären Labors zusammenarbeitet, neu ausgerichtet. Ausgangspunkt der Arbeit im Labor stellt ein Fragenkomplex dar, der aus dem engen Austausch zwischen kunst-/kulturwissenschaftlicher Forschung und kritischer künstlerischer/kultureller Produktion während der vergangenen Programmbereichsphase hervorgegangen ist. Dazu zählen folgende zentrale Fragestellungen:

– Wie kann aus Praxiserfahrung Wissen generiert werden? Und wie können Ansprüche der Praxis in der Theorie umgesetzt werden und umgekehrt? Welche neuen Formate der Wissensproduktion und -Vermittlung können aus der Zusammenarbeit von universitärer Forschung und freier Kunst/Kulturarbeit hervorgehen?

– Welche Rollen nehmen Kunst und Kultur in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen ein und umgekehrt? Wie stellen Kunst/Kultur eine Verbindung zu Alltags- und Lebenswelten, zu sozialen sowie politischen Forderungen her? Welche Teilöffentlichkeiten entstehen im Rahmen von Kunst-/Kulturprojekten und wie können diese den Kreislauf von Kulturproduktion aktiv in Richtung einer partizipativen Kultur mit gesellschaftlicher Mitbestimmung gestalten?

Der Ausgangspunkt des Labors stellt eine Weiterführung der Forschungsschwerpunkte des Programmbereichs Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion (PB Phase 2014-2019) dar. Diese hat sich in drei Teilaspekte gegliedert:

– Konzepte: Öffentlichkeit(en) und Intervention
– Transfer: Partizipation und Edukation
– Resonanz: Raum und kollaborative Wissensproduktion
Im Sinne der drei Forschungsteilbereiche bleibt es weiterhin das Ziel, zentrale Begriffe kultureller Bedeutungsproduktion ‑ Öffentlichkeit, Raum, Kollaboration, Partizipation, etc. ‑  in ihrer Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit zu bestimmen und im Spannungsfeld künstlerischer und wissenschaftlicher Annäherungen genauer zu fassen.