Diese Vorlesungsreihe untersucht Gesten der Einladung in künstlerischen und akademischen Praktiken, die Räume der Beziehung, Aushandlung und Veränderung eröffnen. Während Konzepte von Einladung und Gastfreund:innenschaft in Kunst und Kuration zunehmend präsent sind, fragt die Vorlesung nach deren politischer Wirksamkeit inner- und außerhalb institutioneller Rahmen. Einladungen öffnen Räume, an denen Begegnungen möglich werden und Macht geteilt wird – jedoch nie ohne Reibung. Einladungen können Hierarchien reproduzieren und regulieren, wer eintreten, sprechen oder gehört werden darf.
Die Vorlesung untersucht, wie Narrative des „Einladens“ Mechanismen der Inklusion zugleich verstärken und herausfordern, und versteht un/einladende Gesten als Spannungsfeld, das durch Verweigerung, Umverteilung und Fürsorge neu gedacht werden kann.
Durch Beiträge von Künstler:innen, Forscher:innen und kulturellen Akteur:innen (u.a. Luce deLire, Alessandra Corti und Amanda Piña) werden jene Infrastrukturen, Affekte und Politiken betrachtet, die bestimmen, wer wie einlädt und teilnimmt. Dem transdisziplinären Kontext des Doktoratskollegs „Kulturen im Wandel“ entsprechend, verbindet die Vorlesung kuratorische, künstlerische, philosophische und politische Ansätze in vielfältigen Formaten – von Vorträgen über partizipative Begegnungen bis zu experimentellen Präsentationen. So entsteht ein Raum, um die Politiken der Einladung zu denken und zu praktizieren.
Terminübersicht (Details folgen):
Mi 11.03.26, 18:00-19:30: Auftakt mit anschließendem Get-together
Mi 25.03.26, 17:00-19:30: Mayra Jenzer / Luce deLire
Mi 15.04.26, 17:00-19:30: Fernanda Ermelindo Rodrigues / Amanda Piña
Mi 29.04.26, 17:00-19:30: Anna Rebecca Menslin / Alessandra Corti
Mi 06.05.26, 17:00-19:30: Kinga Tóth / Bertram J. Schirr
Mi 20.05.26, 17:00-19:30: Ewa Meister / N.N.
Mi 10.06.26, 17:00-19:30: Zuzana Ernst / N.N.
Mi 24.06.26, 17:00-19:30: Julieta Jacobi / N.N.