Im Rahmen der Jahrestagung der Austrian Studies Association gestalten Frieda Paris (Collage und Stimme) und Benjamin Lageder (Musik) eine Text- und Klangperformance aus dem Werk von Meta Merz: eine art tag und nachtbuch.
Als „seriously addicted to poetry“ hat die Autorin und Künstlerin Meta Merz (1965–1989) sich wiederholt bezeichnet. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre machte sie in Salzburg mit Texten, Performances und Theaterarbeiten auf sich aufmerksam. Erst nach ihrem viel zu frühem Tod konnten Merz’ literarische Arbeiten auch in Buchform erscheinen (u.a. erotik der distanz, 1990); vieles ist jedoch bis heute unpubliziert.
Die Lyrikerin Frieda Paris hat für den Abend Texte aus dem Nachlass von Meta Merz, der im Literaturarchiv Salzburg aufbewahrt wird, ausgewählt und konstelliert. Gemeinsam mit den elektronischen Klangwelten von Benjamin Lageder geben sie Einblick in das artistische Laboratorium von Meta Merz. Zugleich stehen die Arbeiten der Autorin exemplarisch für eine alternative Gegenkultur, die in Salzburg neben großen Namen und etablierten Institutionen damals wie heute um Anerkennung kämpft.
Benjamin Lageder, geboren 1985, lebt und arbeitet als Musiker, Sänger, Komponist und Produzent in Salzburg.
Frieda Paris, geboren 1986, lebt als Lyrikerin und Hörspielautorin in Wien; das Langgedicht Nachwasser wurde 2024 mit dem Debütpreis zum Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet.
Einführung und Moderation: Harald Gschwandtner (Stefan Zweig Haus | Literaturarchiv Salzburg)
Bildnachweis: Meta Merz bei einer Performance im Rahmen des „Arche“-Projekts auf der Salzach. Stefan Zweig Haus | Literaturarchiv Salzburg, Nachlass Meta Merz, Sign. MM/L14