Unter dem Titel Metamoderne Körper und virtuelle Skulpturen widmet sich die zweitägige Veranstaltung der Frage, wie tradierte Bewegungsformen aufgebrochen werden können und wie sich daraus metamoderne Körperkonzepte entwickeln lassen. Ausgangspunkt ist die Arbeit der Choreografin und Performance-Künstlerin Hannah Schillinger mit ihrem Konzept „virtueller Skulpturen“: einer Bewegungspraxis, die Körper als relationale, zeitlich geschichtete und situierte Gefüge begreift.
In einem Artist Talk mit Miriam Althammer werden Hannah Schillingers aktuelle Performances field work und Joan of Arc sowie Fragen nach gegenwärtigen Identitätsentwürfen und Ritualisierung von Bewegungsformen diskutiert. Der anschließende Movement Workshop vertieft diese Ansätze: Arbeitsbewegungen manueller, maschineller und fiktiver Feldarbeit, Volkstanzelemente von Walzer, Polka oder Zwiefachem sowie normative Fitness- und Gymnastikbewegungen und kämpferische Interaktionen werden durch choreografische Strategien des Neu- und Umschreibens dekonstruiert und transformiert. Zwischen den Zeiten entstehen hybride Körpergefüge, die Normen hinterfragen und andere Formen gemeinschaftlicher, widerständiger und imaginativer Bewegung erfahrbar machen.
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Konzeption, Organisation: Miriam Althammer, Hannah Schillinger (www.hannahschillinger.com)
Bildnachweis: Foto: Alicja Hoppel. Hannah Schillinger und Aaron Lang in „field work“ (2025)