Gebet ist eine Möglichkeit, zu sich oder von sich weg zu kommen, sich zu überschreiten oder zu finden, aber auch für eine Kommunikation mit einer höheren Kraft, im Christentum Gott. Worte sind eine Dynamik, Gefühle und Gedanken und Innerlichkeiten. Besonders aber Gesten und Körperaffektierungen unterscheiden nicht nur, wie sich Menschen im Gebet auf eine Begegnung vorbereiten, sondern auch wie sich das vorstellen, wahrnehmen können, was sie in der Begegnung zum Begegnen suchen. Dem gehen wir auf Grundlage ethnographischer Einsichten aus Berlin nach.
Die Teilnahme ist auch online möglich:
Teilnehmen: https://teams.microsoft.com/meet/357754026920852?p=Nd9uTP0g64XN83bt4E
Besprechungs-ID: 357 754 026 920 852
Passcode: Se3FX3EJ
Kinga Toth: beschäftigt sich sowohl in ihrer künstlerischen Praxis (sie ist Literatur- und Kommunikationswissenschaftlerin, Visuell-und Soundpoetin, Schriftstellerin und Performerin), als auch in ihrer wissenschaftlichen Forschung mit der Geste des Gebets, als etwas Performatives, Lebendiges, als ein Versuch das „ewige“ Andere (seien es eine Person, ein Lebewesen oder etwas Supernaturelles) zu kontaktieren. Sie hält Gebetworkshops und Performances, recherchiert Nonnenkunst und betet aktiv überall allein oder mit anderen. Zuletzt erschienen: MariaMachina, Matthes&Seitz, 2026
https://www.kingatoth.com/
Bertram J. Schirr: Dr. theol., Jahrgang 1982, studierte ev. Theologie in Berlin, Greifswald, Oxford und Göttingen. Er ist Vikar der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Mitglied der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen und der Societas Liturgica, 2017 wurde er an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen mir der vorliegenden Arbeit promoviert. Gastprofessor im Bachelorstudiengang Evangelische Religionspädagogik & Diakonik mit dem Schwerpunkt „Diakonik”.
https://www.eh-berlin.de/hochschule/organisation/mitarbeiterinnen-in-lehre-und-verwaltung/detail/bertram-schirr-1 und https://www.eva-leipzig.de/de/person/bertram-j-schirr
Recommended Reading:
Teresa von Avila: Die innere Burg. Diogenes Deluxe, 2022
Peter Paul Kaspar: Geheiligte Zeichen Herder&Co, 1986
Bertram J. Schirr: Fürbitten als religiöse Performance. Evangelischer Verlagsanstalt, 2018
Kerényi Lajos: Misztikus élmény és liturgia Kairosz, 2018
Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung Un/Einladende Gesten: Politiken des Willkommens und Verweigerns in Kunst und Kultur