Die Buchpräsentation stellt zwei Neuerscheinungen der Reihe Figurationen des Übergangs vor.
Die Aufsätze des Sammelbands Praktiken des Neobarock in der Moderne widmen sich der wissenschaftlichen und mentalitätsgeschichtlichen Konstruktion des Barock vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart ebenso wie der künstlerischen Auseinandersetzung mit Stil und Epoche als Neobarock. Dabei rücken konkrete Praktiken der Kunst, des Denkens und des Alltags in den Blick. Künstlerische, kulturelle und politische Einsätze der europäischen und lateinamerikanischen (Post-)Moderne werden so als strategische Verfahren unter historischer Maske des 17. und frühen 18. Jahrhunderts verständlich.
Der Tod und das Mädchen nähert sich dem gleichnamigen Motiv aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Im Spannungsfeld von Erotik, Geschlecht und Vergänglichkeit hinterfragt der Band tradierte Deutungsmuster: Ist das Mädchen stets Symbol blühenden Lebens im Angesicht des Todes, oder eröffnen künstlerische Darstellungen auch abweichende, „queere“ Lesarten? Und wie verhalten sich die verschiedenen Kunstgattungen zum Thema Tod?
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Konzept: Peter Deutschmann, Manfred Kern, Werner Michler, Clemens Peck
Bildnachweis: Fotografie einer Skulptur von Rolf Brem am Rathausplatz Stans, 1976. Foto: Stanswiki (2022)/Wikipedia