Ausstellungseröffnung

Randerscheinungen

Ein Semester lang haben die Student:innen der Lehrveranstaltung Überlegungen zum Rand an ihren Kunstwerken gearbeitet. Die dabei entstandene Ausstellung Randerscheinungen ist ebenso vielfältig – spielerisch und ernst, philosophisch und politisch – wie die Ränder, mit denen sich die Arbeiten auseinandersetzen: Nicole Ressar befasst sich in ihrer Serie Tugend außer Haus mit dem epidermalen Rand des Ichs als sichtbarer, fühlbarer und erlebbarer Verbindung zu einer gemeinsamen Welt. Birgit Kastner-Lindenthalers Fotografien halten Augenblicke an den Straßenrändern von Buenos Aires, besonders jenen der Viertel Palermo und Palermo Soho, fest. In der Textilcollage von Karin Buchauer bildet der Beckenrand als Rahmen für Freiheit eine erfreuliche Beschränkung, während sich in Carmen Schmidbergers interaktiver Textcollage Patchwork-Literatur erste und letzte Sätze von ihren literarischen Werken lösen und sich zu neuen Geschichten verbinden lassen. Vladimír Šlepec nähert sich schließlich der politischen Dimension von Ausgrenzung und Einschließung und erinnert in seiner multimedialen Arbeit an die in Theresienstadt inhaftierte jüdische Schriftstellerin und Komponistin Ilse Weber.

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Organisation: Marlen Mairhofer

Bildnachweis: © Nicole Ressar