Mag.a art. Julia Jordan, BA

Julia Jordan, 1994 in Tirol geboren, studierte an der Universität Mozarteum Salzburg Bildnerische Erziehung (Grafik) bei Univ. Prof. Beate Terfloth sowie an der Paris Lodron Universität Salzburg Germanistik. In ihrer Magisterarbeit beschäftigte sie sich mit unterschiedlichen Weiblichkeitsimaginationen zur Zeit des Fin de siécles in Österreich. Jordans bisherige kulturelle und künstlerische Aktivitäten erstreckten sich von Ausstellungen, sowohl als Künstlerin als auch als Organisatorin, bis hin zur Regiehospitanz und führten zu Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen des Kulturbetriebs (u.A. Künstlerhaus Salzburg, Salzburger Festspiele und Landestheater Tirol). Sie lebt und arbeitet in Tirol und Salzburg.

 

Dissertationsvorhaben:

Bild(ungs)räume der Transformation.
Weiblichkeitsimaginationen in kunstpädagogischen Kontexten

Abstract

Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit Weiblichkeitsimaginationen von jungen Erwachsenen in Auseinandersetzung mit Arbeiten der bildenden Kunst. Künstlerische Arbeiten sowie eigenes ästhetisches Handeln, so wird angenommen, können dazu anregen, über weibliche Körperkonstruktionen und gefestigte weibliche Geschlechterstereotype zu reflektieren und diese zu verhandeln. Durch Momente der Rezeption in Verbindung mit eigenem produktivem Tun können Räume der Erfahrung und Reflexion geschaffen werden, die an Alltägliches anschließen, jedoch ebenso mit Neuem, Überraschendem oder Fremdem konfrontieren. Forschungsleitende Fragestellungen sind in diesem Zusammenhang: Auf welche Art und Weise kann im kunstpädagogischen Setting mit Schüler*innen an ihren Weiblichkeitsimaginationen gearbeitet werden? Welches transformatorische Potential liegt in der Erfahrung von und durch eine kreativ- ästhetische Auseinandersetzung mit künstlerischen Arbeiten für die Entwicklung individueller Weiblichkeitsimaginationen von Schüler*innen?

Zum einen zielen die Fragestellungen auf persönliche Rezeptionserlebnisse und Erfahrungen von Schüler*innen mit künstlerischen Arbeiten ab. Zum anderen liegt das Interesse auf selbstreflexiven Prozessen von jungen Erwachsenen, die durch die eigene produktive Auseinandersetzung mit künstlerischen Arbeiten angestoßen werden. Mit Hilfe von empirischen Methoden werden alternative Imaginationsräume erkundet, die sich im produktiven Austausch von Positionen junger Erwachsener mit Arbeiten der bildenden Kunst eröffnen. Ausgangspunkt bildet der kunstpädagogische Kontext, der als Erfahrungs- und Gestaltungsraum von Weiblichkeitsimaginationen dient.

Das Forschungsvorhaben erscheint nicht nur für die Kunstwissenschaft sondern auch für die Kunstpädagogik relevant, indem es individuelle Prozesse der Rezeption und Erfahrung von jungen Erwachsenen sowie daraus resultierende ästhetische Handlungen zusammenführt, um das transformatorische Potential von künstlerischen Arbeiten auf das individuelle Selbstverständnis sowie Identitätsbildungsprozesse zu untersuchen.

 


Jordan was born in 1994 in the Tyrol. She studied artistic education at Universität Mozarteum Salzburg at Univ. Prof. Beate Terfloth and at the Paris Lodron Universität Salzburg German language and literature. In her master thesis, she wrote about different imaginations of femininity in fine arts in Austria during Viennese Modernism. Jordan’s cultural and artistic activities and experiences like exhibitions, cooperation in theatre projects etc. led her to collaborations with different cultural institutions (Künstlerhaus Salzburg, Landestheater Tirol, Salzburger Festspiele etc.). She lives and works in the Tyrol and Salzburg