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Aesthetics of Access. Audiodeskription als Archiv für multisensorische Erfahrung

Aufnahme & Schnitt: Florian Brand

Bei der Audiodeskription wird das Wahrgenommene akustisch beschrieben. Sie erleichtert insbesondere blinden und sehbeeinträchtigten Menschen den Zugang zu Inhalten. Im Kontext von Film, Tanz und Performance wird die Audiodeskription zunehmend in den künstlerischen Schaffensprozess integriert. Dieser Ansatz wird als Aesthetic of Access bezeichnet. Dabei werden auch in der Kunst Barrieren für Menschen mit und ohne Behinderung abgebaut.

In diesem praktisch ausgerichteten Workshop lernt ihr verschiedene Arten der Audiodeskription kennen. Ihr erfahrt, welche Herausforderungen insbesondere künstlerische Audiodeskription mit sich bringt und werdet selbst eine herstellen. Dabei wird uns die Frage begleiten, wie Audiodeskription auch als barrierearmes Archiv genutzt werden kann, um multisensorisches Wissen zu dokumentieren.
Der Termin ist wie folgt strukturiert: Zur Einführung in das Thema befragt Anna Wieczorek Manuela Schemm zu ihren Erfahrungen. Anschließend machen wir eine kurze Exkursion. Hier wendet ihr das Wissen direkt an, indem ihr eine auditive Beschreibung des Erlebten anfertigt. Zum Abschluss tauschen wir uns gemeinsam über offen gebliebene Fragen und Anmerkungen aus.

Es sind keine Vorerfahrungen notwendig. Die Sprache ist Deutsch. Auf vorherige Anfrage kann eine Übersetzung ins Englische organisiert werden. Der Veranstaltungsort ist über eine Treppe und einen Fahrstuhl zugänglich. Eine barrierefreie WC-Anlage ist vorhanden.

Manuela Schemm lebt und arbeitet als blinde Audiodeskriptions-Autorin in München. Sie schreibt Audiodeskriptionen für Theater und Film und engagiert sich für die Rechte blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland.
Manuela Schemm ist eher klein, ca. 1,55 m groß, weiß, hat dunkelbraune lange Haare und trägt ein Nasenpiercing. Ihr linkes Auge ist blau, das rechte grün-braun.

Anna Laura Wieczorek ist Assistenzprofessorin für Angewandte Tanzwissenschaft⋅Elementare Musik- & Tanzpädagogik – Orff-Institut. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Schnittstelle von Theorie und Praxis, Scores/Notation, Tanz und Archiv, Aesthetics of Access und Tanz und Audiodeskription.
Anna ist nicht besonders groß, hat braune, leicht gelockte Haare, grün-graue Augen und trägt gerne unterschiedliche Ohrringe, die trotzdem zusammenpassen.

Julieta Jacobi ist Doktorandin im Forschungskolleg „Kulturen im Wandel“ der interuniversitären Einrichtung „Wissenschaft & Kunst“ (Universität Salzburg / Universität Mozarteum). Ihr Forschungsinteresse liegt am Nexus der Disability und Gender Studies mit einem Fokus auf Okularzentrismus(-kritiken) und multisensorischen Stadtraumaneignungen.
Julieta Jacobi hat braun-silberne Haare, die sie meistens in einem Zopf trägt. Sie hat grüne Augen, Sommersprossen und ist mittelgroß.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung Un/Einladende Gesten: Politiken des Willkommens und Verweigerns in Kunst und Kultur.

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