Rückblick
Aesthetics of Access
Beim letzten Termin der Ringvorlesung Un/Einladende Gesten: Politiken des Willkommens und Verweigerns in Kunst und Kultur ging es um Audiodeskription als Archiv für multisensorische Erfahrung. Julieta Jacobi, Doktorandin mit Forschungsschwerpunkt auf „Multisensorische Stadtraumaneignungen“ hatte zwei Gäste eingeladen: Manuela Schemm, blinde Audiodeskriptions-Autorin aus München, und Anna Laura Wieczorek, Assistenzprofessorin für Angewandte Tanzwissenschaft⋅Elementare Musik- & Tanzpädagogik – Orff-Institut, ihre Forschungsschwerpunkt sind die Schnittstelle von Theorie und Praxis, Scores/Notation, Tanz und Archiv, Aesthetics of Access und Tanz und Audiodeskription.
Bei der Audiodeskription wird das Wahrgenommene akustisch beschrieben. Sie erleichtert insbesondere blinden und sehbeeinträchtigten Menschen den Zugang zu Inhalten. Im Kontext von Film, Tanz und Performance wird die Audiodeskription zunehmend in den künstlerischen Schaffensprozess integriert. Dieser Ansatz wird als Aesthetic of Access bezeichnet.
In einem Gespräch zwischen Manuela Schemm und Anna Wieczorek lernten die Besucher:innen verschiedene Arten der Audiodeskription kennen. Im Anschluss unternahmen sie einen Spaziergang unter der Dunkelbrille mit Begleitung. Auf dieser Grundlage fertigten die Teilnehmer:innen selbst eine Audiodeskription an. Abschließend wurde in der Großgruppe darüber diskutiert, was es für ein multisensorisches Archiv braucht und ob Audiodeskriptionen diese Funktion übernehmen könnten.
Zudem war Florian Brand von der Radiofabrik Salzburg anwesend. Er wird im August in seiner Show „Flow on Air” eine Radioreportage von der Veranstaltung veröffentlichen.
Eindrücke von der Veranstaltung
Danke an Ute Brandhuber-Schmelzinger für die Fotos!












