Kelag-Preis für Kinga Tóth
Kinga Tóth, Dissertantin am Interuniversitären Doktoratskolleg bei Wissenschaft & Kunst, holte bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur den Kelag-Preis mit dem Text „OstblockMädl“, der Frauen und ihren Erfahrungen im Grenzland zwischen Ungarn und Österreich eine Stimme gibt. Die Grenzen, um die es in dem Text geht, haben nicht nur geografische und politische Dimensionen, sondern sind vor allem auch sozialer und ökonomischer Natur und von Nationalismus und Sexismus geprägt. Kinga Tóth übersetzt die Klischees und die Unmenschlichkeit, die diese Grenzüberschreitungen prägen, sowie die Abgründe des Kapitalismus in beeindruckende Sprachbilder. Sie erhielt für ihren Vortrag, der auch Gesangseinlagen erhielt, viel Zustimmung der Jury und lag bei der Abstimmung nur knapp hinter der Gewinnerin des Bachmannpreises.
Wir gratulieren Kinga ganz herzlich und freuen uns mit ihr!
