End it or Mend it!
Bring dein kaputtes Kleidungsstück mit und repariere es!
Das Vernetzungsdinner widmete sich dieses Mal der Frage: Welchen Wert haben Kleidungsstücke?
Gemeinsam mit der Textilabteilung des Studiengangs Technik & Design (bislang Gestaltung: Technik.Textil) luden wir ein, liebgewonnene oder nie gemochte, gebrauchte oder löchrige Kleidungsstücke mitzubringen – Stücke, die man vor dem Wegwerfen retten möchte, an denen man hängt oder die in den hintersten Winkeln des Kleiderkastens vergraben sind.
An verschiedenen Stationen konnten die 25 Teilnehmenden diese Kleidungsstücke reparieren, flicken, upcyceln oder umgestalten.
Wir diskutierten dabei Fragen wie: Wann ist etwas unbrauchbar? Wie definieren wir den Wert von Dingen? Was braucht es, um vom Wegwerfen zum Reparieren zu kommen? Welche Rolle spielt unser persönliches Engagement und welche gesellschaftlichen Bedingungen braucht es dafür?
Im Anschluss luden wir zu einem gemeinsamen Austausch und veganen Dinner ein.
Viele Stücke unserer Gäste waren eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden – manchmal seit der Kindheit: „This pillowcase was a thing of my partner since his childhood, so I think it would be great to repair it.“ Andere Entscheidungen entstanden aus sehr konkreten Alltagsmomenten: etwa die Lieblingshose eines Kindes, die trotz Schadens unbedingt erhalten bleiben sollte. Manche Kleidungsstücke waren fast hoffnungslose Fälle – als umso wichtiger wurde die Reparatur gesehen: „The shirt of my boyfriend has more than one problem, but I like complicated cases.“ Andere Dinge wie selbst gestaltete T-Shirts haben als Geschenk eine besondere Bedeutung und werden deshalb jahrelang getragen. Auch funktionale Schutz- und Alltagsobjekte, die man gerne noch länger nutzen möchte, wurden an dem Abend repariert.
Im erstmals ausgefüllten Buch der Erinnerungen findet sich einer der ersten Einträge: der Wunsch, solche Vernetzungstreffen künftig öfter zu erleben.
Moderation: Sonja Prlić und Kinga Szemessy
Textil-Expertinnen: Susanne Roittner-Nething, Levi Pritz, Johanna Schwarz, Elisabetta Borriello, Prof.in Annette Fauvel









