Workshops Social Streets

Am 3. und 17. Dezember 2025 fanden im Rahmen des Projekts Co-CreART und der Lehrveranstaltung „Praxisfelder Kulturarbeit und Kulturvermittlung“ die künstlerischen Workshops „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ mit Stephanie Müller und Klaus Erika Dietl (Mediendienst Leistungshölle, München) sowie „WALDWERDEN“ mit Theresa Schütz (Wien) statt. Eingeladen waren die 3. Klasse des BG Seekirchen und die Lebenshilfe, um sich gemeinsam mit Studierenden kreativ mit Stadt und Mobilität auseinanderzusetzen.
Im Workshop von Stephanie Müller und Klaus Erika Dietl stand ein XXL-Zebrastreifen – eine bewegliche „Klaviatur der Stadt“ – als zentrales Symbol im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erkundeten die Stadt mit allen Sinnen und mithilfe ihrer Vorstellungskraft aus einer subjektiven Perspektive: Was liegt unter dem Asphalt, und welche Gefühle wecken bestimmte Orte? Der XXL-Zebrastreifen wurde als tragbares Modul für eine öffentliche Bühne konzipiert, wobei jeder Streifen individuell und künstlerisch gestaltet wurde. So entstanden „Pflasterstreifen“, die die Wunden der Stadt sichtbar machen, heilen und neue Möglichkeiten für die Zukunft aufzeigen.
Für den Workshop WALDWERDEN von Theresa Schütz diente das Zitat „Das Wort für Welt ist Wald“ (nach Ursula K. Le Guin) als Ausgangspunkt, um Straßen nicht nur als Verkehrsfläche, sondern als sozialen Raum für gutes Klima, sinnliche Erfahrungen und gemeinsames Miteinander zu denken. Die Teilnehmenden begaben sich auf eine performative Spurensuche nach imaginären „Wald-Städten“ und entwickelten – inspiriert durch das Musikstück Sketch for Summer und künstlerische Beispiele – eigene Waldfühler: Spürinstrumente, die Atmosphären wie Blätterdach, Waldboden oder Vogelstimmen über verschiedene Sinne erfahrbar machen.
Das Highlight der Workshops fand im Stadtraum statt: Der „Klavier-Zebrastreifen“ wurde auf dem Asphalt ausgerollt und zeigte neue Formen gemeinsamer Raumnutzung. Gleichzeitig bewegte sich eine zweite Gruppe unter einem großen Tuch als „Waldkörper“ mit Waldfühlern durch die Straßen und machte alternative Arten des Stadterlebens erfahrbar. So entstanden Straßen als Orte geteilter Erlebnisse, voller Sinneserfahrungen und kreativer Zukunftsvisionen – ein Publikum von Passant:innen nahm die künstlerischen Interventionen neugierig wahr.

Eine Gruppe Jugendlicher steht auf einem gepflasterten Platz. Eine Frau spricht mit ihnen.
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
Eine Hand hält eine Papiertüte mit Erde darin
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
Drei Personen stehen in einem Foyer, eine davon spricht.
V. re: Theresa Schütz, Stephanie Müller, Klaus Dietl. © Elke Zobl
zwei Jugendliche hocken vor einer mauer und schreiben auf zetteln. neben ihnen ein parkplatz
© Ute Brandhuber-Schmelzinger

 

zwei stapel papier liegen auf einer bunten unterlage
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
ein mensch trägt eine maske aus laub, moos und ästen
© Hubert Auer
eine frau und eine jugendliche sitzen vor einer nähmaschine, die frau erklärt etwas und hat ein stück stoff in der hand
© Hubert Auer
eine frau hält ein stück stoff mit bunten streifen darauf in die kamera
© Hubert Auer
ein blatt papier mit einer Workshopanleitung für einen streifzug durch die straßen
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
eine Gruppe Jugendliche sitzt rund um einen tisch und bastelt masken aus unterschiedlichen materialien
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
eine gruppe jugendliche sitzt malend an einem tisch
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
eine frau steht hinter einer sitzenden jugendlichen
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
zwei mädchen tragen masken aus laub und nadelgehölz
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
in einem foyer steht ein Gruppe Menschen. Auf dem Boden liegen selbst gebastelte bunte Zebratstreifen
© Ute Brandhuber-Schmelzinger
eine frau betrachtet eine selbst gebastelte maske aus grünen materialien
© Hubert Auer

13.01.2026

Dezember 2025, mit Schüler:innen, Studierenden und der Lebenshilfe