Ringvorlesung Übergänge, Transformationen, Zwischenräume: Netzwerke zwischen Wissenschaften und Künsten

Die Ringvorlesung des Doktoratskollegs „Die Künste und ihre öffentliche Wirkung: Dynamiken des Wandels“ problematisiert aktuelle Transformationsprozesse unserer Weltbeziehungen und wirft Fragen nach deren ästhetischen, politischen, ökologischen, soziokulturellen Implikationen auf.

Gegenwartsgesellschaften sind zusehends als Krisengesellschaften aufzufassen, führen doch Finanzkrise, 9/11 und jetzt die Corona-Krise plastisch vor Augen, inwiefern sich (scheinbar) disparate Einzelereignisse zu symbolischen Übergangsformen verdichten, in denen deutlich wird: Wir leben aktuell an einer Epochenschwelle – insbesondere daran erkennbar, dass gesellschaftliche Stimmungslagen wohl die Vermutung nahelegen, es gebe eine Grenze, die unser Zeitverständnis in ein davor und danach scheidet.

Erste Standortbestimmungen deuten diese Tendenzen als neues Zeitalter des Menschen (Anthropozän), wenn nicht sogar von einem „neuen geo-sozialen Zeitalter“ (Bruno Latour) die Rede ist oder schmunzelnd die „Kompostmoderne“ (Donna Harraway) ausgerufen wird.

Die Ringvorlesung versteht diese Zeitenwende als Übergangsform und diskutiert die dabei diskursiv verhandelten Gegenwartsdiagnosen und Zukunftsbilder in interdisziplinärer Weise. Der Fokus liegt dabei auf der inhaltlichen Öffnung der Debatte an der Nahtstelle von Wissenschaft und Kunst, die exemplarisch anhand von paradigmatischen Fallstudien und Praxisbeispielen präsentiert wird.

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© Robert Couse Baker

06.04.2021

Netzwerke zwischen Wissenschaften und Künsten
Ringvorlesung des Doktoratskollegs